concert: Chaosbay + Spit

23.01.
19:00

Franz Ulrich, Kassel

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entrée: tba.
Début: tba.

+++ Chaosbay +++

Nach zwei erfolgreichen Headliner-Touren, bringt die Berliner Prog-Metal-Institution CHAOSBAY nun ihr lang ersehntes zweites Album „Asylum“ auf den Markt und feiert dies mit einer Release-Tour durch 6 deutsche Städte. In den letzten Jahren haben sie sich ihren Ruf als exzellente Live-Band erspielt und gelten als absoluter Geheimtipp in Sachen Prog und Metal.
Eine Achterbahnfahrt aus Djent-Riffs, Growl-Attacken, Clean-Gesang, Polyrhythmen, atmosphärischen Flächen und definitiv hitverdächtigen Melodien lässt kaum einen Zweifel an der Nachhaltigkeit und internationalen Qualität dieser Formation.
Nur wenige Bands dieses Genres schaffen es, trotz ihres messerscharfen Zusammenspiels und musikalischer Perfektion derart viel Energie im Publikum freizusetzen, Moshpits entstehen zu lassen, Gänsehaut-Momente zu schaffen und dabei mit überbordender Spielfreude jeden noch so skeptischen Zuschauer in ihren Bann zu ziehen.
Freunde von Bands wie PERIPHERY, OPETH, DREAM THEATER oder MUSE können sich auf brandneues Material und auf Ausschnitte der vergangenen EPs und des Debüt-Albums „Vasilisa“ freuen. Ob die neue Platte „Asylum“ in Gänze zu hören sein wird, bleibt zu hoffen.
Es ist in typischer CHAOSBAY-Manier ein Konzeptalbum, ein geschlossenes Werk, wobei immer wieder Themen und Motive durch die neun Kapitel des Stückes hinweg auftauchen, verarbeitet werden und die ganze Platte durchziehen. Noch ein Stück näher am Metalcore, weiter weg vom Classic Rock, präsentiert sich die Band erwachsener, energetischer und perfektionistischer denn je. So brettert sie brachial und rasant durch die 42-minütige LP.
Sänger, Produzent und Hauptsongwriter Jan Listing sagt: „Irgendwie fühlte es sich für mich nicht mehr so sinnvoll an, mir Geschichten auszudenken, in einer Zeit, in der es echt genug davon zu erzählen gibt, was da wirklich passiert. Das war mir viel wichtiger.“
Und tatsächlich handelt das Album zum ersten Mal von realen Problemen wie Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, der Trump-Regierung, den moralischen Verfall in Zeiten des Kapitalismus und ganz konkret von der Flüchtlingskrise, die seit 2015 anhält. Untypisch für Prog, umso eindringlicher sendet die Band eine wichtige Message und bezieht ganz klar Haltung, stets auf der Suche nach mehr Menschlichkeit und Empathie in der Welt.
Seit drei Jahren besteht das feste Line-Up aus Jan Listing (v), Alexander Langner (g), Matthias Heising (b) und Patrick Bernath (dr). Die Symbiose aus den vier Profimusikern, mittlerweile auch bekannt als Session- und Tourmusiker, Produzenten und Songwriter für große Acts, ist unübersehbar einzigartig und die Präzision, mit der sie ihre Live-Shows zelebrieren ist unvergleichlich und definitiv sehenswert.
Schon als Support von Größen wie THE HIRSCH EFFEKT, THE INTERSPHERE, CLUTCH (Etats-Unis), DIORAMIC und auf dem weltbekannten EUROBLAST Festival konnte die Band bereits überzeugen.
Ab September beginnt mit der Platte „Asylum“ also ein neues aufregendes Kapitel in der Bandgeschichte einer einer einzigartigen Gruppe, die es immer wieder schafft zu überraschen und den Hörer ins Staunen zu versetzen. Es bleibt spannend.

+++ Spit +++

Striptease ist Anatomieunterricht mit Musik

Si, oder so ähnlich beschrieb es Frank Sinatra, und so, oder so ähnlich sehen es die fünf Kasseler, für die Musik Striptease und Songwriting Anatomie bedeutet.

2004 gegründet, und bis heute mit einer unveränderten Mischung aus Charme, Spontaneität und Enthusiasmus geladen, machen sich Spit gewohnt ungewohnte Situationen zur typisch eigenen Aura, die genau so sehr ins Gepäck gehört wie die schriftliche Bewerbung des bandeigenen Praktikanten.

Hier sind ein Totalausfall der Backline beim Open Flair, spontanes Jammen im Backstage der alten Batschkapp und Schlafplätze Onstage während der mittlerweile dritten Headliner-Tour über deutsche Grenzen hinaus nur ein kleiner Anriss des Familienalbums.

Die selbstgeschriebenen Songs der Band ordnen sich dem englischsprachigen Alternativ Rock zu und klingen stilistisch wie das, was man erwarten würde wenn Simon Neil und Dave Grohl gemeinsam bei einer Tasse Schokomilch im Proberaum die Amps aufbauen. Melodisch meets knallhart…mit Schoko!

Die bisher erschienenen LPs und die aktuelle EP sind ein schöner Spiegel der die stetige Weiterentwicklung der Band über die Jahre darstellt und zeigt, dass diese Leistungskurve noch lange nicht ausgeschöpft ist.

Da Konzerte ein essentieller Bestandteil der Band sind und die Bühne schnell in eine Art Musiker-Wohnzimmer verwandelt wird, fühlt man sich sofort wie zuhause und wird in kürzester Zeit als Teil des Ganzen von der Band in den Abend aufgenommen.

Musik ist für Spit also eher Striptease mit Schoko!

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