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SUMMARY:dzwoniąc do stodoły #1: Lokale Verankerung
DESCRIPTION:Erste Ausgabe von lumbung calling\nMit Melani Budianta and Armi
 n Salassa\, moderiert von Jumana Emil Abboud and Mirwan Andan\nIn englisch
 er Sprache\, przetłumaczone na język migowy (Znak międzynarodowy)\n\nLivest
 ream: über Website\, Facebook\, YouTube\nWeitere Informationen hier.\n\nA
 m Samstag\, the 3. kwiecień 2021 startet mit der siebenteiligen Gesprächsrei
 he lumbung calling das Begleitprogramm der documenta fifteen\, genannt Mey
 dan. Jede Ausgabe der Reihe widmet sich einem der nachstehenden lumbung-We
 rte: Lokale Verankerung\, Humor\, Großzügigkeit\, Unabhängigkeit\, Tran
 sparenz\, Oszczędność i regeneracja. Das Format blickt auf den Hinter
 grund des künstlerischen Ansatzes der documenta fifteen und beleuchtet da
 s Thema lumbung aus verschiedenen Perspektiven.\nIn Gesprächen mit einer 
 Vielzahl unterschiedlicher Gäste geht lumbung calling den zahlreichen Bed
 eutungen von lumbung über verschiedenartige Disziplinen\, Standpunkte und
  Kontexte hinweg in einem künstlerischen Rahmen nach. Eingeladen werden A
 kademiker*innen\, Aktivist*innen\, unabhängige Forscher*innen\, Biobäuer
 *innen\, Fischer*innen sowie Organisator*innen von Festivals – allesamt 
 Akteur*innen\, die sich großen Herausforderungen stellten und durch ihr H
 andeln bedeutsame Veränderungen anstießen.\n\n\n\n\nErste Ausgabe von lu
 mbung calling: Lokale Verankerung\nDie erste Ausgabe von lumbung calling f
 indet am 3. kwiecień 2021 statt und widmet sich dem Wert der lokalen Veranker
 ung. Der Begriff der Verankerung betont die Bedeutung des Bodens und der E
 rdung in unserer globalisierten und doch gespaltenen Welt – ein Boden\, 
 der es ermöglicht\, Wurzeln zu schlagen\, und der Bäume über viele Kilo
 meter hinweg miteinander verbindet. Ähnlich wie Bäume\, die gegenseitige
  Signale zurückwerfen\, może również zbierać- und Anbaumethoden miteinander
  resonieren\, gegenseitig von überlieferten Weisheiten profitieren und so
  neuartige Ressourcen erschließen. Die Gäste Melani Budianta und Armin S
 alassa zeigen auf\, wie politische\, soziale und ökonomische Modelle aus 
 verschiedenen Blickwinkeln herausgefordert werden können – durch die Pe
 rspektive eines Samens ebenso wie durch die zärtlichen Stimmen besorgter 
 Mütter. Die erste Ausgabe von lumbung calling wird von Jumana Emil Abboud
  und Mirwan Andan moderiert. Die Veranstaltung findet in englischer Sprach
 e statt und wird in Gebärdensprache (Znak międzynarodowy) übersetzt.\n\nM
 elani Budianta ist Professorin für Literatur- und Kulturwissenschaft an d
 er geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universitas Indonesia und Mitgl
 ied der Inter-Asia Cultural Studies Society. Seit den späten 1980er Jahre
 n forscht und schreibt Budianta zu den Themen Gender und kultureller Aktiv
 ismus. Ihre Artikel wurden in verschiedenen Medien veröffentlicht\, von a
 kademischen Fachzeitschriften bis hin zu Zeitungen und Magazinen. Während
  der asiatischen Finanzkrise 1997–1998 war sie in der Frauenbewegung des
  Landes aktiv. 2020 hielt Melani Budianta auf Einladung des Jakarta Art Co
 uncil den Vortrag Lumbung Budaya Sepanjang Gang or Cultural Granaries Alon
 g the Alleys.\n\nArmin Salassa ist ein indonesischer Bauer und Aktivist au
 s Bulukumba\, Südsulawesi. Gemeinsam mit den Bauern des Dorfes\, in dem e
 r geboren wurde\, initialierte Salassa 2011 die natürliche Landwirtschaft 
 – eine Anbaumethode\, die einen ökologischen Ansatz verfolgt und in vie
 len Gebieten des Archipels bereits lange praktiziert wird. In der Verbindu
 ng von wissenschaftlichen Erkenntnissen mit Weisheiten des Lebens sowie Ge
 schichten und Praktiken\, die von Vorfahr*innen geerbt wurden\, wird auf d
 en Einsatz von chemischen Düngemitteln\, Pestiziden\, Fungiziden und Herb
 iziden verzichtet. Seit 1993 ist Salassa zudem Gemeinschaftsorganisator an
  verschiedenen Orten in Indonesien und setzt sich für die verweigerten Re
 chte der Indigenen Bevölkerung in Palu\, Zentralsulawesi\, a). Seit 2007
  hat Armin Salassa in zahlreichen indonesischen Dörfern Hilfe bei der Gem
 eindeorganisation geleistet\, darunter in Aceh\, Sumatra\, nach der Tsunam
 i-Katastrophe in 2004.\n\nJumana Emil Abbouds kreatives Interesse gilt der
  Oral History sowie persönlichen und kollektiven Geschichten und Mytholog
 ien\, zwłaszcza opowieści ludowe i podobne do nich miejsca- i nieobecność. I
 n ihrer künstlerischen Praxis nutzt sie Storytelling\, performative Eleme
 nte und Workshop-Methodologien\, um das Verhältnis von Zeit und Ort\, dem
  Menschlichen und Nichtmenschlichen zu untersuchen. Durch ihre Beschäftig
 ung mit Erinnerung\, Bindung und Enteignung begegnet Abboud dem Ringen um 
 Kontinuität in politischen\, walki ekologiczne i kulturowe. Ihre
  Arbeiten waren unter anderem bei The Jerusalem Show\, im BALTIC Centre fo
 r Contemporary Art\, England sowie auf der Sharjah Biennale\, Vereinigte A
 rabische Emirate\, der Istanbul Biennale\, Türkei und der Venedig Biennal
 e\, Zobaczyć Włochy. Sie war Resident bei Sakiya – Art/Science/Agricult
 ure\, Palästina\, der Delfina Foundation\, England\, der Arts Initiative 
 Tokyo\, Japonii oraz w Guestatelier Krone w Szwajcarii. Derzeit promoviert
  Jumana Emil Abboud an der Slade School of Fine Art des University College
  London.\n\nMirwan Andan ist Mitglied von ruangrupa\, der künstlerischen 
 Leitung der documenta fifteen\n\nWeitere Termine\nlumbung calling: Humor\,
  Samstag\, 1. Mai 2021\nlumbung calling: Großzügigkeit\, Samstag\, 5. Ju
 ni 2021\nlumbung calling: Unabhängigkeit\, Samstag\, 3. Juli 2021\nlumbun
 g calling: Transparenz\, Samstag\, 7. August 2021\nlumbung calling: Genüg
 samkeit\, Samstag\, 4. September 2021\nlumbung calling: Regeneration\, Sam
 stag\, 2. Oktober 2021\n\nWeitere Informationen: https://www.documenta.de/
 de/documenta-fifteen/#news\n\n\n\nlumbung als Wertesystem und Kosmologie\n
 In Indonesien ist lumbung mit seinen verschiedenen Formen und Stilen ein m
 arkantes Gebäude\, podobny do stodoły. Das offizielle Wörterbuch der
  indonesischen Sprache\, Kamus Besar Bahasa Indonesia\, definiert lumbung 
 als „Aufbewahrungsort für landwirtschaftliche Erzeugnisse\, meist Reis\
 , in Form eines Pfahlbaus\, mit Wänden aus geflochtenem Holz oder Bambus
 “. Ta definicja określa koncepcję lędźwi: Zunächst kann 
 lumbung als ein Erntespeicher verstanden werden\, vor allem in landwirtsch
 aftlich geprägten Gesellschaften. Eine derlei enge Begriffsbestimmung bin
 det die Bedeutung des Wortes jedoch an eine bestimmte Architektur. Als Pra
 xis reicht lumbung dagegen über die physische Erscheinung des Gebäudes h
 inaus und ist auf Räume jenseits der Landwirtschaft anwendbar. In den kul
 turellen Diskursen Indonesiens meint lumbung geteilte gemeinschaftliche Re
 ssourcen. So verstanden erscheint die Begrifflichkeit nicht nur als Gebäu
 de oder Objekt\, sondern als Wertesystem und als Kosmologie\, die eine gel
 ebte gesellschaftliche Praxis beschreibt. lumbung legt so Zeugnis ab von e
 inem Gemeinschaftsleben\, das den Geist der Zusammenarbeit in sich trägt 
 – Merkmale dieser Praxis finden sich bereits in vormodernen Gesellschaft
 en. Die Entwicklungen zu den heute vorherrschenden kapitalistischen Produk
 tionsweisen zwingen zu einer ständigen Neudefinition von Werten. lumbung 
 calling geht der Frage nach\, wie diese Werte in eine künstlerische Praxi
 s übersetzt werden können\, co otwiera nowe przestrzenie dyskursywne.
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