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SUMMARY:Ringvorlesung "Recht extrem" – Natascha Strobl: Die neue Rechte\,
  Corona und Verschwörungsideologien
DESCRIPTION:14.12.\nDie neue Rechte\, Corona und Verschwörungsideologien\n
 Referent*innen: Natascha Strobl (Wien)\n\n\nÜbersicht über alle Veransta
 ltungen im Rahmen der Ringvorlesung "Recht extrem – Wissen\, Meinen und 
 Glauben in der Krise"\n\nDie Vorträge finden online statt. Um den Link zu
 r Veranstaltung zu erhalten\, senden Gasthörer*innen bitte eine Mail bis 
 13 Uhr des jeweiligen Datums an: ringvorlesung@uni-kassel.de. Studierende 
 können sich über das Vorlesungsverzeichnis einmalig für die Veranstaltu
 ng registrieren.\n\nIn Gedenken an den rassistischen Mord an Halit Yozgat\
 , welchen der rechtsextreme NSU 2006 unweit des Campus Holländischer Plat
 z begangen hat\, findet seit 2012 jährlich mit wechselnden Themen die Rin
 gvorlesung gegen Rechtsextremismus an der Universität Kassel statt. Nachd
 em die Vorlesung sich im letzten Wintersemester rechtspopulistischen und r
 echtsextremen Dynamiken in unterschiedlichen zivilgesellschaftlichen Räum
 en widmete\, wollen wir im kommenden Wintersemester 2020/21 den Blick auf 
 das Spannungsfeld von Wissen\, Meinen und Glauben in gesellschaftlichen Kr
 isenzeiten richten. So kann auch das Wissen um die konkreten Strukturen un
 d Mittäterschaften des NSU bis heute als ungesichert und lückenhaft gelt
 en. Bestimmtes Wissen wird dabei bis heute unter Verschluss gehalten – r
 assistische Vorannahmen sorgten lange Zeit dafür\, dass in falsche Richtu
 ngen ermittelt wurde.\n\nIn den letzten Jahren zeigen sich Krisen als real
 e existenzielle Bedrohungen (Klimakrise\, aktuell die „Corona-Krise“) 
 der Gesellschaft sowie Krisen-Narrative\, die verstärkt in den Mittelpunk
 t gerückt werden. Dabei verweisen empirische wie auch theoretische Analys
 en auf weitreichende gesellschaftliche Umbrüche in Krisenzeiten. Auch im 
 Zuge der aktuellen Covid-19-Pandemie werden Krisendiagnosen vorgenommen: S
 o wird nun stärker auf die Folgen der Pandemie hingewiesen\, die im Rahme
 n einer kapitalistisch organisierten Gesellschaft soziale Ungleichheiten v
 erhärte. Es besteht Einigkeit darüber\, dass derartige globale wie ökon
 omische Krisen eine gewisse Instabilität der Gesellschaft provozieren sow
 ie die Demokratie auf den Prüfstand stellen. Andere gesellschaftliche Bew
 egungen wurden mit dem Narrativ der Krise versehen\, so etwa der Sommer de
 r Migration 2015\, der als „Flüchtlingskrise“ markiert wurde – rech
 te Akteur*innen bedienen sich dabei wissenschaftsleugnenden und menschenfe
 indlichen Deutungen\, die mit antipluralistischen und rassistischen Interp
 retationen kombiniert werden.\n\nSeit Anfang April existieren in vielen Gr
 oßstädten sogenannte „Hygiene-Demos“\, die vermeintlich für Grundre
 chte und gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie demonstrieren 
 – ihre Forderungen beziehen sich dabei aber nicht auf die Grundrechte al
 ler Menschen (wie etwa für diejenigen\, die an den europäischen Grenzen 
 festgehalten werden) oder gesellschaftliche Themen (wie die bessere Bezahl
 ung von Arbeitnehmer*innen im Pflege-\, Sozial- und Gesundheitswesen)\, so
 ndern auf ihre individuellen Freiheitsrechte. Neben „besorgten Bürger*i
 nnen“ und Impfgegner*innen mischen dort Querfront-Ideolog*innen mit\, di
 e diese Veranstaltungen nicht selten zur Plattform für rechte bis rechtse
 xtremistische Parolen machen. Antisemitistische Bilder werden dort unverho
 hlen propagiert.\n\nAuf diesen Veranstaltungen werden v. a. Fehl-Informat
 ionen und vermeintlich exklusives Wissen geteilt. Wissenschaftliche Erkenn
 tnisse werden dort negiert oder instrumentalisiert. Wir nehmen diese Momen
 taufnahme der aktuellen Pandemie-Situation zum Anlass\, darüber nachzuden
 ken:\n\na) welche Rolle Wissen(schaft)\, Meinen und Glauben in unserer Ges
 ellschaft spielen\,\n\nb) welche Möglichkeiten derartige Krisen bieten\, 
 von Rechts vereinnahmt zu werden und\n\nc) was diese Aushandlungen für un
 sere Demokratie bedeuten.\n\nDabei möchten wir aus politikwissenschaftlic
 her\, sozialwissenschaftlicher\, erziehungswissenschaftlicher\, geistes- u
 nd kulturwissenschaftlicher aber auch aus wissenschaftstheoretischer Persp
 ektive Fragen beleuchten wie: Welches Wissen liegt über Rechtextremismus/
 -populismus vor und wo fehlt explizites Wissen? Wie vereinnahmt der autori
 täre (Rechts-)Populismus Fake-Science für seine Belange? Wie kommt es da
 zu\, dass sehr tradierte antisemitische Verschwörungsideologien weiter an
  Zuspruch gewinnen? Was unterscheidet eine Theorie von einer Ideologie? We
 lche Rolle spielte und spielt Wissenschaft eigentlich bei der Hervorbringu
 ng von stereotypen\, stigmatisierenden Bildern? Wie findet wissenschaftlic
 hes Wissen Eingang in rechte Ideologien?\n\nWir wollen aber auch diskutier
 en\, wie in solchen „Krisenzeiten“ Veränderung in Gang gesetzt werden
  kann: So wird der aktuellen Pandemie-Situation aber auch dem Sommer der M
 igration zugeschrieben\, Solidarität in der Gesellschaft hervorzubringen.
  Neben den Herausforderungen\, die sich dabei für die außerschulische Bi
 ldung oder die Soziale Arbeit stellen\, bspw. Demokratiebildung zu stärke
 n\, diskutieren wir auch die Möglichkeiten zivilgesellschaftlicher Gegens
 trategien.\n\nDas Konzept der Ringvorlesung sieht vor\, Vertreter*innen au
 s verschiedenen Disziplinen (u.a. Soziologie\, Politikwissenschaft\, Gesch
 ichtswissenschaft\, Erziehungswissenschaft\, Soziale Arbeit\, Psychologie\
 , Literaturwissenschaft\, Kulturwissenschaften\, Sprachwissenschaft\, Phil
 osophie) einzuladen\, die theoretische oder empirische analytische Einblic
 ke in jüngere gesellschaftliche Entwicklungen geben. Wie in den letzten J
 ahren richten sich die Vorträge sowohl an die Mitglieder der Universität
  als auch an andere Einwohner*innen der Stadt Kassel\; wieder sollen Studi
 erende in diversen Modulen\, insbesondere im Kernstudium und in Schlüssel
 kompetenzen\, Studien- und Prüfungsleistungen erbringen können. Aufgrund
  der unsicheren Planungslage bzgl. des Wintersemesters könnten wir uns vo
 rstellen\, das Format als Online-Vorlesung zu planen.
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