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 und-militarisierung/
SUMMARY:Teresa Koloma Beck: Universität und Militarisierung
DESCRIPTION:Militarisierung heißt\, Staat und Gesellschaft an den Bedürfn
 issen des Militärs auszurichten. Hochschulen und Forschungseinrichtungen 
 beobachten und kommentieren solche Entwicklungen nicht nur. Angesichts mul
 tipler Krisen\, des weltweiten Aufstiegs neoimperialer und illiberaler Pol
 itiken sowie der Vervielfältigung und Intensivierung von Bedrohungswahrne
 hmungen werden sie von diesen Dynamiken aktuell selbst erfasst. Als öffen
 tliche und in Deutschland zumeist auch staatliche Institutionen sind sie m
 it der Erwartung konfrontiert\, staatliche Bemühungen zur Verbesserung de
 r nationalen Verteidigungsfähigkeit zu unterstützen. Die Vorstellung der
  Universität als kritischer Beobachtungs- und Reflexionsinstanz gesellsch
 aftlicher Entwicklungen gerät dabei zunehmend unter Druck. Diese Situatio
 n macht auf die Ambivalenz der Universität aufmerksam\, ein Ort zu sein\,
  an dem sich Machtinteressen artikulieren\, und gleichzeitig ein Ort\, an 
 dem Macht kritisiert und unterlaufen wird.\n\n&nbsp\;\n\nDer Vortrag will 
 diese Konstellation aus konfliktsoziologischer Perspektive ausleuchten. Er
  wird darlegen\, warum die akademische Arbeit an Pazifismus und Antimilita
 rismus in demokratischen Gesellschaften in Zeiten von Aufrüstung und Mili
 tarisierung besonders wichtig ist. Zudem wird er analysieren\, wie sich ve
 rändernde Formen der Kriegsführung diese Arbeit vor neue Herausforderung
 en stellen. Zu diesen Veränderungen zählen die wachsende Bedeutung von D
 atafizierung und digitalen Technologien\, die den Alltag zu einer primäre
 n Arena zwischenstaatlicher Kriege werden lassen\, oder die zunehmende Ver
 schränkung von außen- und innenpolitischen Konfliktlagen\, die auch die 
 Grenzen zwischen militärischen und polizeilichen Aufgaben zum Verschwimme
 n bringt. Mit diesen Entwicklungen verändern sich wichtige Strukturmerkma
 le\, die für weite Teile antimilitaristischen und pazifistischen Denkens 
 prägend waren. Wie können diese Traditionen auf die beschriebenen Verän
 derungen des Kriegsgeschehens reagieren?\n\nTeresa Koloma Beck forscht zu 
 Alltag und Globalisierung in Kriegs- und Krisenkontexten\, mit besonderem 
 Interesse für die Gegenwart kolonialer und imperialer Geschichte. Sie ist
  Professorin für Soziologie an der Helmut-Schmidt-Universität/Universit
 ät der Bundeswehr Hamburg.\n\nModeration: Johanna Schaffer + Abetare Pren
 ici (Lehrende + Studierende der visuellen Kommunikation / Kunsthochschule 
 Kassel)
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