17:00 - 18:30
Gedenkstätte Breitenau, Brückenstraße 12, 34302 Guxhagen
trotzdem da!
Eine Ausstellung über Kinder aus verbotenen Beziehungen zwischen Deutschen mit Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter:innen
Ausstellungseröffnung
Donnerstag, 20.08.2026, 17.00 Uhr
Ort: Gedenkstätte Breitenau
Während der Zeit des Nationalsozialismus waren freundschaftliche und intime Kontakte zwischen Deutschen und Kriegsgefangenen oder Zwangsarbeiter:innen unerwünscht. Zum Teil waren sie streng verboten. Doch sie sind „trotzdem da“: Kinder, die aus solchen Beziehungen hervorgegangen sind. Ihre Geschichten wurden lange tabuisiert.
Die Gedenkstätte Lager Sandbostel in Niedersachsen hat 2023 das Forschungs- und Ausstellungsprojekt „trotzdem da“ gestartet, um diese Kinder und ihre Geschichten und Erinnerungen sichtbar zu machen. Im Rahmen des Projektes konnten mehr als 20 von ihnen für das Projekt gewonnen werden. Diese Menschen haben mit ihren Erinnerungen, mit Dokumenten und Fotos die entscheidende Grundlage für die Wanderausstellung gelegt. Sie wird in der Gedenkstätte Breitenau am 20. August um 17.00 Uhr eröffnet mit einem Vortrag der Historikerin Dr. Katherine Lukat.
Der Vortrag beleuchtet den Verbrechenskomplex NS-Zwangsarbeit und „Verbotener Umgang“ als einen Teilaspekt dieses NS-Gesellschaftsverbrechens. Dabei werden auch Menschen beschrieben, die aufgrund des „Umgangsdeliktes“ im sogenannten Arbeitserziehungslager Breitenau inhaftiert waren.
Dr. Katherine Lukat ist Sachgebietsleiterin Gedenkstätten beim Stadtarchiv Wiesbaden und hat mit einer Lokalstudie zu NS-Zwangsarbeit promoviert.
In Kooperation mit Archiv der deutschen Frauenbewegung und vhs Region Kassel.
Gefördert von Hessische Landeszentrale für politische Bildung
Die Ausstellung ist während der regulären Öffnungszeiten der Gedenkstätte Breitenau zu sehen:
Dienstag – Freitag: 9 – 16 Uhr
Sonntag: 13 – 17 Uhr
© Foto: Gedenkstätte Sandbostel