Boris Pistorius hat sich bei seinem Besuch in Kassel für eine Öffnung der Universitäten für Rüstungsforschung ausgesprochen. Im Gespräch beim Rüstungskonzern KNDS zeigte er sich erfreut, dass sich immer mehr Universitäten von der Zivilklausel verabschieden. KNDS-Chef Florian Hohenwarter ergänzte laut HNA, eine Zusammenarbeit mit Universitäten in den Bereichen Technologie und Personal sei „extrem wichtig“.
An der Universität Kassel wird aktuell über die Abschaffung der Zivilklausel diskutiert. Nach einer Initiative aus der Politik wollte der Senat am 1. Juli die Abschaffung der Zivilklausel in ihrer bisherigen Form beschließen. Die Entscheidung wurde nach studentischem Protest auf den 4. November vertagt.
Pistorius strebt mit dem Ziel der Kriegstüchtigkeit Deutschlands auch eine Öffnung der Universitäten für Rüstungsforschung an. Bereits im April besuchte er die Hochschulrektorenkonferenz, um für eine engere Zusammenarbeit mit der Rüstungsindustrie zu werben.