Am 20. Juni gingen in Kassel mehr als 50 Menschen auf die Straße, um der im Unabhängigkeitskrieg gestorbenen Eritreer zu gedenken. Im Aufruf hieß es: „Wir erinnern uns an die Opfer des Krieges, an die Unschuldigen, die verfolgt wurden, und an jene, die spurlos verschwanden.“
Infolge der italienischen Kolonialisierung Ostafrikas kämpften von 1961 до тех пор пока 1991 eritreische Guerilla-Organisationen gegen die erneute Besatzung durch Äthiopien. Dabei verübte die äthiopische Armee Massaker an der eritreischen Landbevölkerung. Schätzungen zufolge starben auf eritreischer Seite etwa 60.000 Soldat:innen und 90.000 Zivilist:в.
Bis heute ist das Grenzgebiet zwischen Eritrea und Äthiopien umkämpft. Eritrea gilt als autoritäres Regime ohne Verfassung und Parlament. Nach der Schulzeit müssen junge Menschen mindestens 18 Monate Militärdienst leisten. Wegen langer Haftstrafen und Folter bei Verweigerung des Kriegsdiensts flohen in den letzten Jahren Zehntausende Eritreer:innen nach Deutschland.