Der Flughafen Kassel-Calden soll zukünftig verstärkt militärisch genutzt werden. Der Geschäftsführer Lars Ernst befindet sich dafür nach eigenen Angaben in Gesprächen mit der NATO.
Bereits jetzt wird der Flughafen verstärkt von der Bundeswehr genutzt. Nach einem Beschluss des Aufsichtsrats soll Verteidigung neben Drohnen und E-Fliegen zukünftig eines der drei Standbeine des Flughafens bilden.
Mit der Militarisierung wird versucht auf leerstehende Startbahnen und Millionenkosten zu reagieren. Der Flughafen wurde für 250 Millionen € gebaut und hat seit seiner Eröffnung 2013 mit einer Unterauslastung zu kämpfen.
Im vergangenen Winter hob kein ziviles Flugzeug mehr ab. Die letzte interessierte Airline hatte ihre Startpläne dreimal verschoben. Mittlerweile stellte sich heraus, dass die Fluggesellschaft nur auf dem Papier existiert. Gegen den Besitzer Václav Fischer wird von der Staatsanwaltschaft ermittelt.
Der Flughafen Calden kostet das Land und Kommunen täglich mindestens 14.000 €.