Das Institut Lauterbad schließt zu September seine Wohngruppe für Kinder mit Behinderungen. Grund dafür seien unter anderem Mängel im Umgang mit Fällen von mutmaßlicher sexualisierter Gewalt.
Laut Information des „hr” soll eine Bewohnerin im Zeitraum von zwei Jahren sexuellen Übergriffen durch einen Mitarbeiter ausgesetzt gewesen sein. Bei dem Fall handelt es sich um den dritten bekannten Übergriffsverdacht in der Wohngruppe. Juristisch blieb der Fall weitgehend folgenlos. Der Ex-Mitarbeiter hat bislang lediglich eine Geldstrafe erhalten.
Sexualisierte Gewalt ist nicht nur im Heimkontext ein gesellschaftliches Problem. Besonders betroffen sind vulnerable Personengruppen wie Menschen mit Behinderung und Kinder. Bei einer bundesweiten Studie im Jahr 2025 gaben 12,7 % der Befragten an als Kinder und Jugendliche von sexualisierter Gewalt betroffen gewesen zu sein. Ein Großteil der Täter sind Männer.