Gemeinsam gegen Queerfeindlichkeit

Heute haben in Kassel etwa 250 Menschen der Betroffenen des Anschlags auf den CSD Berlin gedacht. Am Vortag wurden Besucher:innen des Christopher Street Day (CSD) in Berlin mit einem Van angefahren. Eine Person verlor dadurch ihr Leben, mehrere Dutzend wurden verletzt. Der mutmaßliche Täter handelte aus islamistischen Motiven und wollte sich dem IS in Syrien anschließen.

Auf der Kundgebung wurde die Alltäglichkeit queerfeindlicher Gewalt betont. Bereits im vergangenen Monat kam es zu einem gewaltsamen Übergriff auf eine schwule Person am Buga-See. Verschiedene Redner:innen mahnten, wie wichtig es sei, dennoch sichtbar zu sein und sich gemeinsam gegen queerfeindliche Angriffe zu verteidigen.

Darüber hinaus wurde sich gegen eine muslimfeindliche Vereinnahmung des Anschlags gewehrt. Ein:e Redner:in sagte: “Wer unser Leben nur dann für schützenswert erklärt, wenn sich unsere Toten für Abschottung und Abschiebungen instrumentalisieren lassen, steht nicht an unserer Seite.”