K+S modernisiert Salzwerk

Der Kasseler Bergbaukonzern K+S hat bekannt gegeben, rund 600 Millionen Euro in den Umbau seines Werks an der hessisch-thüringischen Grenze zu investieren. Durch das Projekt “Werra 2060” sollen bis 2028 Kalisalze erstmals ohne Wasserverbrauch aufbereitet und Salzabfälle unter Tage eingelagert werden. K+S produziert über die Hälfte aller kalium- und magnesiumhaltigen Düngemittel der EU.

Der Konzern steht in der Kritik, da er seit Jahrzehnten Salzabwässer in Werra und Weser leitet – zwei der salzbelastetsten Flüsse Europas. Zwar begrüßt der BUND Hessen die Einlagerung unter Tage. Solange in anderen K+S-Werken weiter offene Salzhalden existieren, bleibe die Gefahr einer Grundwasserversalzung jedoch bestehen.

Besonders problematisch sei, dass K+S die Grenzwerte für die Salzeinleitungen in die Werra bis 2039 nicht senken will. Zeitgleich eröffnet der Konzern im polnischen Janikowo einen neuen Standort. Dieser liegt nur 50 Kilometer von der bereits stark versalzenen Weichsel entfernt.