Im Hitzemonat Juni kam es in Deutschland vermehrt zu tödlichen Badeunfällen. Die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) registrierte bundesweit 99 Unglücke, weit mehr als in den vergangenen Jahren. Alleine in Hessen starben sechs Männer durch Badeunfälle in Flüssen und Seen wie dem Bühl-See in Ahnatal und auch im Freibad in Vellmar.
Die meisten Unfälle ereigneten sich durch unterschätzte Gefahren durch Strömungen, Sprünge ins Wasser oder zu starke Temperaturunterschiede, so die DLRG. Insgesamt waren 90 % der Todesopfer männlich. Dies läge daran, so die Präsidentin der DLRG, Ute Voigt, dass Männer öfters Gefahren und Risiken falsch einschätzten.
Eine bundesweite Studie aus dem Jahr 2022 über die Schwimmfähigkeit in Deutschland ergab, dass nur 49 % der Kinder aus ärmeren Haushalten sicher schwimmen lernen. Wichtig wäre daher flächendeckender Schwimmunterricht. Eine Kasseler Initiative ermöglichte so bereits 1000 Hortkindern kostenfreien Schwimmunterricht.