Heute vor 25 Jahren starb der 23-jährige Carlo Giuliani am Rande des G8-Gipfels in Genua. Für die dezentrale sprachen wir mit Menschen aus Kassel, die damals selbst bei den Protesten in Genua waren und von ihren Erlebnissen berichten.
Ein Carabiniere hatte Carlo Giuliani mitten im Durcheinander der Straßenkämpfe aus nächster Nähe in den Kopf geschossen und ihn anschließend zweimal mit einem Auto überfahren. Sein Vater, Giuliano Giuliani, reiste in den folgenden Jahren durch Europa. Auch in Kassel klärte er über die Lügen der italienischen Polizei auf, die versuchte, den Mord zu vertuschen.
25 Jahre später hat die Bewegung Carlo nicht vergessen. Als sich im Juni Zehntausende an den Protesten und Aktionen in Genf gegen den G7-Gipfel beteiligten, stachen aus der Menschenmenge immer wieder kleine Poster mit seinem Gesicht hervor, als würden sie sagen: Wäre er noch am Leben, wäre er hier an unserer Seite.
Die ganzen Gespräche mit Karla und Sebastian findet ihr auf unserer Seite.