Am 21. September beteiligten sich mehr als 1.000 nordhessische Arbeiter:innen am bundesweiten Automobil-Aktionstag der IG Metall. Beschäftigte des VW-Werks Baunatal, des Daimler-Truck-Achswerks Kassel und des Zulieferers Schaeffler Vitesco in Bebra gingen vor den Betrieben auf die Straße.
Die Gewerkschaft forderte Investitionen in die Standorte, den Erhalt der 35-Stunden-Woche, den Schutz von Arbeitsplätzen, Tarifverträgen und Mitbestimmung. „Für Managementfehler, Standortentscheidungen und die Folgen geopolitischer Konflikte dürfen nicht die Beschäftigten bezahlen.“
Der Aktionstag soll überbetrieblichen Druck auf die Konzernleitungen aufbauen, die auf die Krise mit Sparmaßnahmen, Rüstungskonversion und Stellenkürzungen reagieren. Im Kasseler Daimler-Werk sind die rund 2.700 Beschäftigten bis 2035 vorerst gesichert. Wie sich die angekündigten Sparmaßnahmen auf das VW-Werk in Baunatal auswirken, ist noch unklar. Anfang Oktober beginnen Tarifverhandlungen in der Metallindustrie.