Anlässlich des vierten Todestages von Jina kamen am Samstag in Kassel rund 80 Personen zu einer Kundgebung am Rathaus zusammen.
Jina wurde am 16.09.2022 vom iranischen Regime ermordet, weil sie kein Kopftuch trug. Infolgedessen brachen im ganzen Iran Proteste aus, die unter dem Namen „Frau, vida, Freiheit“ weltweit bekannt wurden. Die Menschen im Iran protestierten für die Rechte der Frauen und gegen das iranische Regime, das bis heute massiv gegen die Selbstbestimmung von Frauen agiert. Das Regime zerschlug die Proteste mit brutaler Gewalt. Viele Menschen wurden getötet, hingerichtet oder inhaftiert.
Auch in Kassel fanden immer wieder Veranstaltungen in Solidarität mit der Bewegung statt.
Die Kundgebung am Samstag thematisierte die vielen politischen Gefangenen im Iran. Die Rednerin der Veranstaltergruppe Kanun sagte: „Vier Jahre nach Jina bedeutet Erinnerung deshalb nicht, nur zurückzublicken. Erinnerung bedeutet Verantwortung. Erinnerung bedeutet Widerstand.“