Studentische Vollversammlung übt scharfe Kritik
Rund 700 Studierende der Uni Kassel haben am Mittwoch bei einer Vollversammlung für eine Urabstimmung über die geplante Änderung der Zivilklausel gestimmt. Damit wollen sie die ursprüngliche Zivilklausel erhalten. Diese wurde 2013 als Selbstverpflichtung beschlossen, wonach Forschung und Lehre ausschließlich zivilen Zwecken dienen sollen. Eine erfolgreiche Urabstimmung wäre ein Zeichen dafür, dass der Senat die Änderung entgegen dem Willen der Studierenden plant.
Anfang Juni veröffentlichte der Senat einen Änderungsentwurf. Kritiker:innen warnen vor Schlupflöchern, die militärische Forschung ermöglichen.
Bund und Länder drängen Hochschulen zunehmend, ihre Zivilklauseln zu überdenken. Auch in Kassel soll der Impuls laut Senatsmitgliedern aus der Politik gekommen sein.
Am 1. Juli stimmt der Senat über den Entwurf ab. Die Uni Kassel wäre die erste Hochschule, die eine selbst auferlegte Zivilklausel wieder aufhebt.