Quer durch alle Kasseler Ämter sollen 15 Prozent eingespart werden. Das sehen die vom Magistrat beschlossenen Bewirtschaftungsgrundsätze vor. Ausgenommen sind laut Pressestelle der Stadt Kassel nur Aufwendungen aufgrund rechtlicher Pflichten. Besonders im Kulturbereich machen sich die Kürzungen bereits bemerkbar.
Wie schon länger bekannt ist, hat die Stadt Kassel ihren Haushaltsansatz für das Jahr um rund 18,8 Millionen Euro verfehlt. Grund sind vor allem niedrigere Einnahmen aus der Gewerbesteuer. Sie sanken von 223 Millionen Euro im Rekordjahr 2024 auf 202,2 Millionen Euro im Jahr 2025.
Kommunen in ganz Deutschland befinden sich in einer Finanzkrise. Sie kritisieren, dass die von Bund und Ländern auferlegten kommunalen Pflichtaufgaben wegen ihres geringen Anteils am Gesamtsteueraufkommen nur unzureichend erfüllt werden können. Während der Bund Rekordausgaben für die Bundeswehr aufbringt, werden Sparvorhaben der Bundesregierung auf die Kommunen abgewälzt.