Beschäftigte weiter in Ungewissheit

Betriebsversammlung zum möglichen Alstom-Verkauf an Rheinmetall

Die gestrige Betriebsversammlung des Lokbauers Alstom brachte für die rund 950 Beschäftigten keine Klarheit über die Zukunft des Standorts. Alstom verhandelt über einen Verkauf des Werks. Als wahrscheinlichster Interessent gilt der Rüstungskonzern Rheinmetall.

Betriebsrat und Beschäftigte fürchten um ihre Arbeitsplätze und fordern Transparenz. Sie lehnen eine Umstellung auf Rüstungsproduktion ab und sprechen sich deutlich für den Erhalt des Lokbaus aus.

Bei der Versammlung wurde die angespannte Stimmung der Beschäftigten deutlich: Sie äußerten den Verdacht, das Werk sei längst verkauft, und warfen Betriebsrat und Standortleitung vor, mehr zu wissen, als sie öffentlich sagen. Der Werksleiter wurde ausgepfiffen.

Im Zuge der zunehmenden Militarisierung erwägen immer mehr Industriebetriebe eine Umstellung ihrer Produktion auf Rüstungsgüter, teilweise trotz guter Auftragslage in ihren ursprünglichen Sparten.

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