Am 24. Juli 1994 revoltierten ca. 40 Abschiebehäftlinge in der ehemaligen Justizvollzugsanstalt (JVA) „Elwe“ in Kassel. Sie hatten zuvor schlechte Haftbedingungen erlebt und waren bis zu 18 Monate vor ihrer Abschiebung inhaftiert.
Infolge dieser Bedingungen und unter dem Druck einer drohenden Abschiebung wehrten sich die Gefangenen gegen die Zustände und besetzten die JVA. Sie forderten bei den anschließenden Verhandlungen mit der Polizei die Aufhebung der Abschiebebefehle sowie die Möglichkeit, ins europäische Ausland zu reisen. Doch die Verhandlungen scheiterten.
Die Prozessbeobachtungsgruppe „Elwe“ sprach über die darauffolgende Polizeigewalt gegen die Revoltierenden als ”systematische Misshandlung”. Auch im Prozess zu der Revolte zeigten sich wenig Wille für eine lückenlose Aufklärung.
Der Aufstand vor 32 Jahren war einer von vielen Kämpfen Asylsuchender gegen die rassistische Asyl- und Migrationspolitik Deutschlands.
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