Mahnwache in Kassel nach rassistischem Anschlag in Hanau

Vor dem Rathaus in Kassel fanden sich am 20.02. um 18:00 etwa 500 Personen ein, um der Opfer des rassistischen Attentats in Hanau zu gedenken. Dort war am Abend des 19.02. ein Mann in zwei Shisha-Bars eingedrungen und hatte dort neun Menschen erschossen sowie weitere verletzt.

Zu der Mahnwache hatte der DGB Nordhessen kurzfristig aufgerufen. Im einzigen, kurzen Redebeitrag wurde der Opfer des Anschlags gedacht. Die Rednerin bekräftigte, sie werde sich auch durch die Geschehnisse nicht davon abhalten lassen, weiterhin für demokratische Werte und eine offene Gesellschaft einzutreten. Nach einer Schweigeminute legten Teilnehmer*innen der Mahnwache Blumen und Kerzen auf der Rathaustreppe nieder.

Anschließend bat die Veranstaltungsleitung, von weiteren Redebeiträgen abzusehen, weil die Geschehnisse noch zu jung seien. Stattdessen wurden die Teilnehmer*innen aufgefordert, länger vor dem Rathaus zu verweilen, um zu gedenken und sich mit Umstehenden auszutauschen.

Für den kommenden Samstag, den 22.02., rufen das antirassistische Bündnis We’ll come united sowie das Aktionsbündnis NSU-Komplex auflösen zu einer bundesweiten Demonstration in Hanau auf. Aus Kassel ist eine gemeinsame Anreise zu dieser Demonstration geplant.

Mahnwache am 20.02. in Kassel nach Terroranschlag in Hanau