Kasseler Krankenhäuser gegen Kürzungen

– Kliniken warnen vor “kompletter Überforderung”

Am Mittwoch hielten Vertreter des Klinikums Kassel, der Marien-Elisabeth-Kliniken und des Stadtkrankenhauses Korbach eine gemeinsame Pressekonferenz ab. Dabei kritisierten sie, dass die geplanten Sparmaßnahmen der Bundesregierung sie vor akute Finanzierungslücken stellen werden. So würde eine Unterfinanzierung der Kliniken in Millionenhöhe entstehen, die die Versorgung und das Lohnniveau der Beschäftigten weiter bedroht.

Hintergrund ist das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz, das am Freitag im Bundesrat beraten werden soll. Durch das Gesetz werden die Budgets der Krankenhäuser drastisch gekürzt. Zudem sind Leistungsstreichungen und höhere Zusatzbeiträge für gesetzlich Versicherte vorgesehen.

Der Pflegedirektor der Gesundheit Nordhessen, Helmut Zeilfelder, betonte in der HNA, durch die Reformpläne verschiebe sich die Ausrichtung der Gesundheitsversorgung von den Patient:innen “zu der Frage hin, was finanzierbar ist”.