Lübcke Mord: Vigilia contra la violencia de derecha


Anlässlich des ersten Jahrestages des Mordes an Walter Lübcke hat die Kasseler Linke eine Mahnwache abgehalten, para continuar la violencia de derecha 1990 Para llamar la atención. La llamada, en 02. Junio ​​a las 16 Para reunirse en la Königsplatz, son redondos 80 La gente siguió.

Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke wurde in der Nacht vom 01. auf den 02. junio 2019 mutmaßlich von dem Neonazi Stephan Ernst auf der Terrasse seines Wohnhauses in Wolfhagen-Istha mit einem Kopfschuss ermordet. Walter Lübcke tauchte bereits 2011 auf einer Adress-Liste des neonazistischen Terrornetzwerks NSU auf. Er rückte wieder in den Fokus der extremen Rechten, nachdem er sich im Herbst 2015 für die Aufnahme von Geflüchteten eingesetzt und auf einer Informationsveranstaltung in Lohfelden angesichts hetzender Kommentaren anwesender KAGIDA- Anhänger eine humanitäre Grundhaltung eingefordert hatte. Daraufhin war er immer wieder Ziel von Morddrohungen und Hasskommentaren.

Der Mord an Walter Lübcke sei kein trauriger Einzelfall, betont Torsten Felstehausen

Der Mord an Walter Lübcke sei kein trauriger Einzelfall, betont Torsten Felstehausen, Abgeordneter der LINKEN im hessischen Landtag. Neben Walter Lübcke seien seit dem Wendejahr 1990 200 Menschen von extrem Rechten ermordet worden und es sei wichtig, diesen Menschen ebenso zu gedenken und ihre Namen öffentlich zu machen. Dazu hatten die Organisator*innen der Mahnwache eine fünf Meter lange Liste auf dem Königsplatz ausgerollt, auf der Name, Todestag und Alter der Opfer rechter Gewalt vermerkt waren.

Wenn man sich diese Liste anschaue, könne man auf den Gedanken kommen, das seinen 200 Einzeltaten und 200 Einzeltäter, so Felstehausen weiter. Mit der Mahnwache wolle man deutlich machen, dass rechte Gewalt in Deutschland Kontinuität habe und rechte Gewalttäter Teil gut organisierter Netzwerke seien, die in die Tat umsetzen würden, was rechte Think Tanks und Politiker*innen in Schrift und Wort vordenken.

Antifaschistische Gruppen, Initiativen und Politiker*innen weisen seit Jahren auf die Gefahr rechter Terrornetzwerke hin, in denen Neonazis- von staatlichen Behörden wie dem Verfassungsschutz weitgehend geschützt – sich weiter vernetzen, sich bewaffnen und letztendlich immer wieder Menschen ermorden. Auf die Verstrickungen zwischen dem Mord an Walter Lübcke, den NSU- Morden und dem Agieren staatlicher Behörden hatte zuletzt die antifaschistische Rechercheplattform EXIF hingewiesen.

Ob der Strafprozess gegen Stephan Ernst, la mayor parte 16. junio 2020 am Oberlandesgericht Frankfurt eröffnet wird, Aufklärung über diese Verbindungen hinter dem Mord an Walter Lübcke bieten kann, bleibt fraglich.

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Mahnwache gegen rechte Gewalt in Kassel 02.06.20