In Kassels Nachbarstadt Göttingen ist in der Nacht von Samstag auf Sonntag ein 23-jähriger Antifaschist von einem Neonazi niedergestochen und lebensgefährlich verletzt worden. Am Sonntagabend zog ein Demonstrationszug mit mehr als 1000 Personen durch die Göttinger Innenstadt, um Trauer und Wut über den Angriff auszudrücken.
In Redebeiträgen beschrieben Freund:innen des Verletzten ihren Schock. Von dem 23-Jährigen sei keine körperliche Gewalt ausgegangen. Der Täter stach ihm mit einem Messer in den Oberkörper. Die Demo rief zu antifaschistischem Selbstschutz auf und erhielt viel Zuspruch von Passant:within.
Laut Jugendinfo wird die Tat dem lokalen Neonazi Max D. zugeschrieben, der gestern mit drei weiteren Personen in Gewahrsam genommen wurde. Inzwischen ist der Tatverdächtige wieder frei. Dem Angriff gingen in den Wochen zuvor rechte und queerfeindliche Provokationen voraus. Der 23-Jährige befindet sich im Krankenhaus im künstlichen Koma.